Radar

Was ist Radar?

Radar gehört zu den ältesten technischen Anwendungen für elektromagnetische Strahlung. Es geht dabei um Überwachung des Luft- oder Seeraums zu militärischen und zivilen Zwecken. Informationsübertragung spielt hierbei eine nachrangige Rolle.
Eine Antenne sendet ein Signal aus und empfängt die von einem Objekt zurückgeworfene Reflexion. Daraus kann die Richtung und Entfernung ermittelt werden. In den Signalen können Erkennungscodes etc. integriert sein.
Um einen größeren Raum abzudecken, wird die Antenne gedreht oder geschwenkt.
Daraus ergibt sich eine Umlaufzeit des Signals. Üblicherweise beträgt diese etwa 4 bis 12 Sekunden, je nach erforderlicher Reichweite.
Das Signal ist nur für einige wenige Millisekunden da und macht dann für mehrere Sekunden „Pause“. Die mittlere Leistung ist also stets gering, wenngleich die Maximalwerte der Feldstärke oder Leistungsflussdichte z.B. im Nahbereich eines Flughafens oft das 100000-Fache der jeweiligen Mobilfunkimmissionen erreichen.    

Wie werden Radar -Signale gemessen?

Radarsignale werden üblicherweise mit dem Spektrumanalyser gemessen, da Breitbandmessgeräte zwar einen schnellen Überblick erlauben, in der Regel aber nicht in der Lage sind, die extrem kurzen Radarpulse genau zu erfassen.
Radar -Signale treten je nach Umlaufzeit nur für eine kurze Zeit alle 4 bis 12 Sekunden auf, sie sind also nicht kontinuierlich messbar.
Zudem handelt es sich um ein Signal mit ausgeprägtem Puls-Charakter.
Macht man sich also mit dem Spektrumanalyser auf die Suche nach einem unbekannten Radarsignal, muss der Durchlauf des Spektrumanalysers mehr oder weniger zufällig mit dem richtigen Umlaufzeitpunkt des Signals zusammentreffen. Aus diesem Grund muss eine richtige Messung von Radarsignalen länger dauern als z.B. eine Mobilfunkmessung.